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Zeitungsartikel Von Jochen Walther
Ob Karambolage oder Snooker Pool, das seit dem 14. Jahrhundert bekannte Kugelspiel zieht die Wiederauer wöchtlich in seinen Bann. Die vier Billardfreunde Walter Berthold, Rolf Schramm, Günter Misselwitz und Siegmund Schmidt haben erst seit wenigen Monaten ein neues Domizil bezogen, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Im Vereinsraum des Wiederauer Gasthofes "Zum Hirsch" treffen sie sich immer mittwochs.
Angefangen hatte alles 1936. Darauf verweist zumindest ein im Vereinszimmer stehender Teller. Seit diesem Zeitpunkt wirkten insgesamt 25 Mitglieder in der Gruppe aktiv mit. Dabei hätten solche Personen wie Fritz Beckert und Hans Heinig durch ihre engagierte Mitarbeit das Vereinsleben entscheidend geprägt, erinnert sich Rolf Schramm. Auch jene Jahre, als noch die Gruppe im einstigen Kulturhas "Rautenkranz" Punkte zählte, sind keinesfalls unvergessen. Doch als der Gasthof dicht machte, standen die Freizeitsportler vor verschlossenen Türen. Glücklicherweise verfügte Billardfreund Günter Misselwitz über einen zwar kleinen, dennoch ausreichenden und zweckmäßigen Raum. Damit war bis zum Umzug in den "Hirsch" eine akzeptable Übergangslösung gefunden. Sogar eine lustige Weihnachtsfeier verlebten die Spieler und ihre Frauen dort.
Schramm bedauert jedoch bei aller Freude über das neue Domizil, dass die Gruppe über die Jahre hinweg auf viereinhalb Leute - Enkel Kevin unternimmt auf dem rechteckigen, umrandeten Tisch erste Gehversuche - geschrumpft sei. Schramm könne sich gerade deshalb durchaus gut vorstellen, eine zweite Gruppe von Billardspielern unter dem bisher existierenden Verein aufzubauen.
Neben sportlichen Höchstleistungen ist der Wiederauer Gruppe eines allerdings sehr wichtig: Zusammenhalt, Kameradschaft und Gemütlichkeit!"Natürlich wird ein Glas Bier oder ein Schnäppschen dabei getrunken", lacht Schramm
Das gehört einfach dazu." Während die ein den Stoß auf die Kegeln vollziehen, haben die anderen genügend Zeit, eine Pause, um sich über Gott und Welt zu unterhalten. Aber auch das Verhalten des Spielers und seiner Geschicklichkeit springt den anderen ins Auge "Wir streben eine Club-Atmosphäre an, in der wir uns gemeinsam wohlfühlen können", erklärt Schramm. Er und seine Mitstreiter wissen ganz genau, dass die Familie unter der Billard-Leidenschaft nicht zu kurz kommen darf. Deshalb treffen sich die Billardfreunde nur in der Woche, nicht am Wochenende.
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